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Leichte City-Scooter müssen häufig zwischen handlichem Gewicht, vollständiger Ausstattung und ausreichenden Leistungsreserven vermitteln. Der VMAX VX5 Pro kombiniert rund 17 Kilogramm mit einem 400-Watt-Hinterradmotor, zwei Akkuvarianten und Blinkern an beiden Fahrzeugenden. Im Test musste sich zeigen, ob dieses kompakte Paket im Pendelalltag genügend Leistung, Sicherheit und Reichweite bietet.
VMAX VX5 Pro: technische Daten und Varianten
| Motor | Hinterradmotor, 400 W Dauerleistung, bis 800 W Peak |
| Geschwindigkeit | 20 km/h Nenngeschwindigkeit; im Test knapp über 22 km/h laut Anzeige |
| Akkuvarianten | ST: 36 V / 7,8 Ah / 280,8 Wh · GT: 36 V / 10,4 Ah / 374,4 Wh |
| Reichweite laut Hersteller | ST: bis 30 km · GT: bis 40 km |
| Ladezeit | ca. 4 h (ST) · 5,5 h (GT) |
| Reifen | 9 Zoll, schlauchlose Luftreifen |
| Bremsen | Trommelbremse vorn, separat bedienbare Rekuperationsbremse hinten |
| Maße aufgebaut | 119 × 55,8 × 111 cm |
| Maße geklappt | 47 × 55,8 × 111 cm |
| Trittbrett | 48 × 16 cm |
| Gewicht | 16,7 kg (ST) · 17,2 kg (GT) |
| Zuladung | bis 120 kg |
| Wasserschutz | IPX6 |
| Beleuchtung | 60-Lux-Frontlicht, Rücklicht mit Bremslicht, Blinker vorn und hinten |
Getestet wurde die große GT-Version. Der VX5 Pro wurde außerdem als ST-Version angeboten. Der Unterschied steckt im fest eingebauten Akku: 280,8 Wh beim ST und 374,4 Wh beim GT. Dadurch steigt die Herstellerreichweite von bis zu 30 auf bis zu 40 Kilometer, während das Gewicht nur um rund ein halbes Kilogramm zunimmt. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, findet deshalb im GT die sinnvollere Variante.
Verarbeitung, Ergonomie und Alltagstauglichkeit
Obwohl der VX5 Pro innerhalb der damaligen VMAX-Baureihe den günstigen Einstieg markierte, wirkt er nicht billig. Das schmale Aluminiumchassis, die weitgehend verdeckte Kabelführung und der mittig integrierte Bildschirm ergeben einen aufgeräumten Auftritt. Tasten und Lenker sitzen fest, die Schweißnähte wirken sauber und auch die seitlich abgestützten Schutzbleche hinterlassen einen stabilen Eindruck.
Das 48 × 16 Zentimeter große Trittbrett bietet selbst mit Schuhgröße 45 ausreichend Platz. Bei 1,80 Meter Körpergröße passt die 98 Zentimeter hohe Lenkerposition gut. Verstellen lässt sich der Lenker jedoch nicht. Sehr große oder kleine Fahrer sollten die Ergonomie deshalb vor dem Kauf ausprobieren. Kritik verdient außerdem die fummelige Abdeckung der Ladebuchse: Sie erfüllt ihren Zweck, wirkt aber weniger hochwertig als der Rest des Fahrzeugs.
Fahrverhalten und Komfort: leicht, agil, ungefedert
Mit 16,7 beziehungsweise 17,2 Kilogramm gehört der VX5 Pro zu den angenehm leichten Modellen seiner Klasse. Im Slalom lässt er sich präzise dirigieren, reagiert direkt und weicht Hindernissen ohne großen Körpereinsatz aus. Der Hobbywing-Controller baut die Leistung sauber auf, sodass der Scooter lebendig beschleunigt, ohne nervös zu wirken. Gerade im dichten Stadtverkehr ist diese Mischung aus Wendigkeit und Kontrolle ein echter Vorteil.
Die schlauchlosen 9-Zoll-Luftreifen bieten auf Asphalt und feinem Schotter sicheren Grip. Eine Federung ersetzen sie allerdings nicht. Auf grobem Kopfsteinpflaster gelangen harte Schläge über Trittbrett und Lenker bis zu Füßen und Handgelenken. Der VX5 Pro ist deshalb klar als City-Scooter einzuordnen. Wer regelmäßig schlechte Wege befährt, sollte zu einem gefederten Modell greifen.
Motor und Steigung im VMAX VX5 Pro Test
Der Hinterradmotor arbeitet mit 36 Volt, leistet dauerhaft 400 Watt und erreicht in der Spitze bis zu 800 Watt. Im Sport-Modus setzt die Leistung zügig ein, Eco reduziert vor allem die Beschleunigung. Auf ebener Strecke nutzt das Testfahrzeug die gesetzliche Toleranz aus und zeigt knapp über 22 km/h an. Praktisch ist der per App aktivierbare Zero-Start, der das Anfahren ohne vorheriges Anschieben ermöglicht.
Bremsen, Licht und Sicherheit
Vorn verzögert eine wartungsarme Trommelbremse, hinten eine separat bedienbare elektronische Motorbremse mit Rekuperation. Die E-Bremse eignet sich zum sanften Verzögern vor Ampeln oder auf längeren Gefällestrecken. Für eine kräftige Notbremsung werden beide Systeme gemeinsam genutzt. Die Trommelbremse sollte vor der ersten Fahrt passend zum Fahrergewicht eingestellt werden.
Auch die übrige Sicherheitsausstattung ist für einen leichten Pendler-Scooter vollständig. Vorn und hinten sitzen gut sichtbare Blinker, das Rücklicht besitzt eine Bremslichtfunktion und der 60-Lux-Scheinwerfer lässt sich im Neigungswinkel einstellen. Die klar ertastbare Blinkerwippe gefällt während der Fahrt besser als einzelne weiche Drucktasten.
Display und VMAX Connect App
Das zentral integrierte Display zeigt Geschwindigkeit, Kilometerstand, Fahrmodus, Blinkerrichtung und den Akkustand in Balken. Es ist funktional, spiegelt bei direkter Sonne aber etwas und besitzt keine Prozentanzeige. Deutlich mehr Detailwerte liefert die VMAX Connect App. Sie zeigt unter anderem Akkustand in Prozent, Batteriespannung, Stromstärke, Motorleistung, Controller-Temperatur sowie Tages- und Gesamtkilometer.
In der App lassen sich außerdem Fahrmodus, Beleuchtung, Kick- oder Zero-Start und die elektronische Wegfahrsperre steuern. Die Verbindung klappte im Test sehr schnell und blieb stabil. Zum Testzeitpunkt war die Bluetooth-Kopplung allerdings nicht fest an ein Benutzerkonto gebunden. Die elektronische Sperre ist deshalb nur eine Komfortfunktion und ersetzt kein mechanisches Schloss. Positiv: Der Scooter funktioniert auch ohne Smartphone vollständig.
Akku, Klappmechanismus, Transport und Service
Der Akku ist fest im Trittbrett verbaut. Das sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine geschlossene Konstruktion, verlangt beim Laden aber einen Stellplatz in Reichweite einer Steckdose. Das serienmäßige Ladegerät benötigt ungefähr vier Stunden beim ST und 5,5 Stunden beim GT.
Der zweistufig gesicherte Klappmechanismus lässt sich schnell bedienen und rastet klar ein. Zusammengeklappt wird die Lenksäule am hinteren Schutzblech fixiert. Die Lenkerenden bleiben jedoch ausgeklappt, weshalb der Scooter im Kofferraum seine volle Breite von 55,8 Zentimetern behält. Das niedrige Gewicht macht kurze Treppen, Bus und Bahn trotzdem deutlich angenehmer als bei großen Tourenmodellen.
Für die langfristige Nutzung spricht die Ersatzteilversorgung. VMAX bietet weiterhin Akkus sowie Reparaturanleitungen für den VX5 Pro an und betreibt einen eigenen Support. Das ist bei einem älteren Modell wichtiger als ein besonders langes Datenblatt.
VX5 Pro, VX2 Lite oder VX2 Extreme?
Der VX5 Pro bleibt vor allem dann interessant, wenn geringes Gewicht, saubere Verarbeitung und eine starke Bremse wichtiger sind als Federung oder maximale Reichweite. Innerhalb der VMAX-Familie setzen die Alternativen andere Schwerpunkte:
Stärken und Schwächen im Überblick
Stärken
- Nur 16,7 bis 17,2 kg und sehr wendig
- Saubere, robuste Verarbeitung
- Außergewöhnlich kurzer Bremsweg
- Blinker vorn und hinten sowie helles Bremslicht
- Fein dosierbarer Antrieb und Zero-Start
- Gute Ersatzteil- und Serviceversorgung
Schwächen
- Keine Federung für Kopfsteinpflaster und schlechte Wege
- Einfaches, bei Sonne spiegelndes Display
- Fest eingebauter Akku
- Lenker weder höhenverstellbar noch einklappbar
- Elektronische Wegfahrsperre ersetzt kein Schloss
Fazit: Für wen lohnt sich der VMAX VX5 Pro?
Seine Grenzen liegen beim fehlenden Fahrwerk, dem fest eingebauten Akku und dem einfachen Display. Für kurze bis mittlere Stadtstrecken bleibt er dennoch interessant. Wer mehr Komfort und Reichweite benötigt, findet im VX2 Lite das rundere Gesamtpaket; für steile Strecken bietet der VX2 Extreme erheblich mehr Leistungsreserve.
Technische Informationen zum Modell dokumentiert die VMAX-Herstellerseite. Einen markenübergreifenden Überblick bietet außerdem unsere E-Scooter-Bestenliste.
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