Der VMAX VX2 Extreme Test dreht sich vor allem um eine Frage: Wie viel Motorleistung ist bei einem straßenzugelassenen E-Scooter wirklich sinnvoll? Dabei tritt der VX2 Extreme mit bis zu 1.600 Watt Spitzenleistung, neuem Farbdisplay und drei Akkuvarianten als kräftiger Tourer an. Im Praxistest begeistert sein Antrieb – Komfort und Ladezeit setzen dem Gesamtpaket jedoch klare Grenzen.
VMAX VX2 Extreme: die wichtigsten Daten
| Motor | 500 Watt Dauerleistung, bis 1.600 Watt Spitze |
| Akkuvarianten | LT, ST und GT |
| Reichweite | modellabhängig, beim GT bis 70 km laut Hersteller |
| Reifen | 10 × 2,7 Zoll, schlauchlos und selbstheilend |
| Zuladung | bis 150 kg |
| Bremsen | Trommelbremse vorn, dosierbare Motorbremse hinten |
| Wasserschutz | IPX6, Kabelverbindungen IPX7 |
| Beleuchtung | 60-Lux-Frontlicht, Blinker und Bremslicht |
Dabei unterscheiden sich die drei Varianten vor allem bei Akkukapazität, Reichweite und Gewicht. VMAX nennt für das größte GT-Modell bis zu 70 Kilometer. Die Reichweitenangaben des Herstellers erwiesen sich in unseren bisherigen Tests als vergleichsweise realistisch, bleiben aber von Fahrergewicht, Temperatur, Steigungen und Fahrweise abhängig.
Außerdem zeigt unsere E-Scooter-Bestenliste, wie sich der Extreme in das aktuelle Angebot einordnet. Zudem findest du Varianten und Verfügbarkeit auf der VMAX-Herstellerseite.
Was macht den VX2 Extreme besonders?
Der VX2 Extreme übernimmt den kraftvollen Hinterradmotor des größeren VX4 und kombiniert ihn mit einer überarbeiteten Leistungselektronik. Dadurch soll eine optimierte Kühlung das Ansprechverhalten verbessern. Hinzu kommen das neue TFT-Farbdisplay, Turn-by-Turn-Navigation, eine breitere Standfläche und ein stabiler aufgebautes Heck.
Außerdem bilden Schutzblech und seitliche Streben nun eine festere Einheit. Die beweglich gelagerten Blinker sind gegen Rempler geschützt, Ersatzteile bietet der Hersteller direkt an. Das Trittbrett fällt zwei Zentimeter breiter aus als beim VX2 Pro – ein spürbarer Vorteil für große Füße. Das Extreme-Upgrade steckt damit nicht nur im Motor, sondern ebenso in Cockpit, Zuladung und Heck.
VX2 Extreme Test: agil, aber ungefedert
Trotz der hohen Motorleistung lässt sich das Gas fein dosieren. Im Eco-Modus beschleunigt der Scooter angenehm kontrolliert, im Sport-Modus reagiert er deutlich direkter. Kurven und enge Passagen gelingen leichtfüßig; das Fahrzeug wirkt im Alltag wendiger, als seine Leistungsdaten zunächst vermuten lassen.
Allerdings bleibt der VX2 Extreme beim Komfort dem Grundkonzept treu: Ein Fahrwerk gibt es nicht. Die breiten 10-Zoll-Luftreifen filtern kleine Unebenheiten und feinen Schotter, auf Waldwegen oder grobem Untergrund gelangen Schläge aber deutlich bis zum Fahrer. Deshalb ist der vollgefederte VX4 für regelmäßig schlechte Wege besser geeignet.
Motor und Steigung im VMAX VX2 Extreme Test
Der Hinterradmotor leistet dauerhaft 500 Watt und erreicht in der Spitze 1.600 Watt. Im Sport-Modus setzt die Leistung unmittelbar ein. Unerfahrene Fahrer sollten deshalb zunächst Eco wählen und beim Beschleunigen ausreichend Gewicht auf dem Vorderrad lassen. Dennoch erreichen beide Modi im GPS-Test rund 22 km/h; sie unterscheiden sich vor allem in der Beschleunigung.
Seine stärkste Vorstellung liefert der VX2 Extreme dagegen an einer bis zu 25 Prozent steilen Testpassage aus Sand, Gras und Schotter. Mit einem 85 Kilogramm schweren Fahrer hält er meist 8 bis 13 km/h und erreicht die Kuppe souverän. Im direkten VMAX-Vergleich setzt er sich damit vor VX4 und Vorgänger. Somit ist dieses Drehmoment für schwere Fahrer oder sehr bergige Regionen ein echter Nutzwert – nicht nur eine beeindruckende Zahl im Datenblatt.
Farbdisplay, Navigation und App
Das mittig platzierte TFT-Display zeigt Geschwindigkeit, Tageskilometer, Leistungsabgabe, Beleuchtung, Fahrmodus, Akkustand in Prozent und Batteriespannung. Dabei startet es schnell und dunkelt bei eingeschaltetem Licht leicht ab. Die neue Tastenleiste bringt außerdem einen USB-Ladeanschluss mit.
Zusätzlich lassen sich in der VMAX-App Fahrerprofil und Touren verwalten, Live-Daten anzeigen und Fahrten aufzeichnen. Besonders praktisch ist die Navigation: Abbiegehinweise werden direkt auf dem Scooter-Display gespiegelt. Dadurch muss das Smartphone auf längeren Touren nicht dauerhaft am Lenker sitzen.
Bremsen, Licht und Transport
Vorn arbeitet eine wartungsarme Trommelbremse, hinten eine dosierbare elektronische Motorbremse mit Rekuperation. Beide werden über klassische Bremshebel gesteuert und lassen sich deshalb gut kontrollieren. Außerdem komplettieren das helle Bremslicht, die Blinker und der 60-Lux-Scheinwerfer das überzeugende Sicherheitspaket.
Zudem rastet der zweistufige Klappmechanismus ohne zusätzliche Sicherung ein und lässt sich schnell bedienen. Je nach Akku bewegt sich der Scooter in der Gewichtsklasse knapp oberhalb von 20 Kilogramm. Kurze Wege zu Bus, Bahn oder Kofferraum sind machbar, für häufiges Treppentragen ist er dagegen weniger geeignet. Auch die nicht einklappbaren Lenkerenden kosten Platz.
Allerdings bleibt das 2-Ampere-Netzteil ein deutlicher Schwachpunkt. Beim größten Akku kann eine vollständige Ladung mehr als acht Stunden dauern. Daher würde ein schnelleres Ladegerät besser zu einem Tourenmodell dieser Klasse passen.
Stärken und Schwächen
Stärken
- außergewöhnlich kräftiger, leiser Motor
- sehr starke Leistung am Berg
- gut dosierbares Fahrverhalten
- modernes TFT-Display mit Navigation
- bis 150 kg Zuladung
Schwächen
- keine Federung
- lange Ladezeit mit Seriennetzteil
- über 20 kg Gewicht
- Lenkerenden nicht einklappbar
- Blinkertasten schlechter ertastbar als eine Wippe
Fazit: Für wen lohnt sich der VMAX VX2 Extreme?
Der VMAX VX2 Extreme Test zeigt einen der kräftigsten straßenzugelassenen E-Scooter seiner Gewichtsklasse. Deshalb profitieren besonders schwere Fahrer, Pendler in bergigen Regionen und Tourenfahrer von der Kombination aus hohem Drehmoment, großer Reichweitenoption und noch vertretbarem Transportgewicht.
Wer hauptsächlich flach fährt, selten beschleunigt oder maximalen Federungskomfort erwartet, braucht das Extreme-Upgrade dagegen nicht zwingend. Für anspruchsvolle Steigungen und dynamische Asphalttouren liefert es jedoch einen klar spürbaren Mehrwert. Das moderne Cockpit rundet das Paket ab; trotzdem gehört ein schnelleres Ladegerät ganz oben auf die Wunschliste für die nächste Generation.
VMAX
Premium-E-Scooter aus eigener Produktion
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