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Der ePowerFun ePF-2 Pro E-Scooter verbindet einen 1.200-Watt-Heckantrieb mit einstellbarer Vollfederung und einem entnehmbaren 653-Wh-Akku, für den der Hersteller bis zu 80 Kilometer Reichweite nennt. Damit richtet er sich an Fahrer, die Stadt, Arbeitsweg und längere Touren mit einem einzigen Modell abdecken möchten. Im Praxistest musste sich zeigen, ob dieses vielseitige Konzept auch beim Fahrkomfort, an Steigungen und im täglichen Einsatz überzeugt.
Mein Urteil: Der ePF-2 Pro ist nicht ohne Grund der von mir am häufigsten empfohlene E-Scooter-Allrounder. Hier stimmt fast alles: Das ruhige Fahrverhalten, die einstellbare Vollfederung, der leise und gut dosierbare Antrieb sowie die durchdachte Alltagsausstattung ergeben ein besonders rundes Gesamtpaket. Ich empfehle ihn Pendlern und Tourenfahrern, die einen komfortablen und unkomplizierten E-Scooter für Stadt, Arbeitsweg und längere Strecken suchen. Lediglich bei mehr als 120 Kilogramm Gesamtzuladung oder regelmäßig extremen Steigungen ist ein größerer Tourer die passendere Wahl.
1.200 W
Spitzenleistung
653 Wh
getesteter Wechselakku
bis 80 km
Herstellerreichweite
120 kg
maximale Zuladung
Technische Daten und Praxisergebnisse
| Antrieb | 500 W Nenndauerleistung, bis 1.200 W Peak, Hinterradantrieb |
| GPS-Tempo | im Test nahe an der zulässigen Toleranzgrenze von 22 km/h |
| Steigungstest | 13–14 km/h an 16 Prozent mit 80 kg Zuladung; mehr als 25 Prozent bewältigt |
| Akkuvarianten | 48 V; 490, 612, 653 oder 816 Wh, je nach Variante fest eingebaut oder entnehmbar |
| Ladegerät | 2 A bei kleineren Varianten, 3 A bei größeren Ausführungen |
| Federung | Federgabel vorn, einstellbare Stahlfederung hinten |
| Reifen | 10 Zoll, schlauchlos, mit selbstabdichtender Geleinlage |
| Bremsen | Trommelbremse vorn, fein dosierbare Rekuperationsbremse hinten |
| Gewicht (Herstellerangabe) | 22,2 bis 23,8 kg je nach Akkuvariante |
| Zuladung | maximal 120 kg einschließlich Gepäck |
| Abmessungen (Herstellerangabe) | 121 × 57 × 126 cm; gefaltete Höhe 57 cm |
| Licht / Schutz | 80-Lux-Frontlicht, Rück- und Bremslicht, Blinker vorn und hinten / IP65 |
Design, Verarbeitung und Ergonomie
Rahmen, Trittbrett und Anbauteile sind nahezu vollständig schwarz. Die Form wirkt zurückhaltend, aber nicht beliebig: Das leicht ansteigende Heck, die dezenten Logos und das eingelassene Trittbrettprofil geben dem Scooter eine eigenständige Linie. Schweißnähte, Spaltmaße und Schutzbleche machten am Testfahrzeug einen soliden Eindruck.
Das Kabelmanagement ist ordentlich gelöst. Bis auf das Bremskabel verschwinden die Leitungen weitgehend im Rahmen und werden am Faltgelenk geschützt geführt. Auch auf schlechtem Untergrund blieb der ePF-2 Pro angenehm leise; klappernde Verkleidungsteile oder rasselnde Leitungen fielen nicht auf. Das breite Trittbrett bietet auch mit Schuhgröße 45 einen sicheren, versetzten Stand.
„Unauffällig, aber durchdacht: Der ePF-2 Pro setzt auf Funktion statt Showeffekte.“
Nur das klassische LCD und der außen montierte Scheinwerfer wirken optisch weniger modern als der übrige Aufbau.
Die Blinkertasten und das Daumengas liegen gut erreichbar am Lenker. Das helle LCD bleibt auch bei Tageslicht ablesbar und zeigt Tempo, Akkustand und Fahrstufe. Während der Fahrt bleibt es bei der Balkenanzeige; im Stillstand und beim Laden blendet das Display den Akkustand zusätzlich in Prozent ein. Ein moderneres Grafikdesign wäre dennoch übersichtlicher, funktional liefert das Cockpit aber die wichtigsten Informationen ohne Ablenkung.
Fahrverhalten, Vollfederung und Reifen
Im Hütchenparcours lässt sich der ePF-2 Pro direkt und kontrolliert einlenken. Die Gasannahme reagiert ohne störende Verzögerung, der Geradeauslauf bleibt trotzdem ruhig. Die überarbeitete Geometrie aus Lenkerwinkel, Nachlauf, Trittbretthöhe und Bodenfreiheit macht ihn handlicher als viele schwerere Tourenscooter, ohne nervös zu wirken.
Der wichtigste Fortschritt gegenüber dem ePF-2 sitzt am Heck. Zur Federgabel vorne kommt eine Stahlfederung hinten, deren Vorspannung sich mit dem beiliegenden Werkzeug an Fahrergewicht und gewünschte Härte anpassen lässt. Auf Pflaster, Fugen und schlechten Asphaltdecken werden Hände, Füße und Rücken spürbar entlastet. Auf festen Wald- und Feldwegen bleibt der Scooter gut kontrollierbar; für tiefen Kies oder grobes Gelände sind Federwege und Straßenkonzept nicht ausgelegt.
Reifen-Praxistest: Die schlauchlosen 10-Zoll-Reifen führen auf Asphalt sicher und tragen zur Laufruhe bei. Bei einer gezielten kleinen Verletzung verschloss die Geleinlage die Öffnung, ohne dass anschließend Luft hörbar austrat. Regelmäßige Druckkontrollen ersetzt das System trotzdem nicht.
Motor, GPS-Tempo und Steigungen
Der Hinterradmotor leistet 500 Watt dauerhaft und bis zu 1.200 Watt in der Spitze. Gegenüber dem Vorgänger nennt ePowerFun rund 20 Prozent mehr Drehmoment durch eine überarbeitete Wicklung und neue Magnete. Im Fahrbetrieb äußert sich das nicht in einem ruppigen Start, sondern in einem kräftigen, fein kontrollierbaren Antritt. Der Direktläufer arbeitet dabei nahezu geräuschlos.
HENNTECH-Steigungstest: Mit 80 Kilogramm Zuladung hielt der ePF-2 Pro an der 16-Prozent-Rampe etwa 13 bis 14 km/h. Das erneute Anfahren gelang mit aktiviertem Zero Start. Auch die „Hannover Alpen“ – unsere besonders steile, mehr als 25 Prozent geneigte Testpassage in Hannover – bewältigte er langsam, aber ohne Abschaltung.
Auf ebener Strecke lag das GPS-Tempo nahe an der zulässigen Grenze von 22 km/h. Für typische Stadtanstiege und kurze steile Passagen reichen die Reserven gut aus. Wer regelmäßig mit hoher Zuladung sehr lange Steigungen fährt, profitiert dagegen von einem stärkeren Antrieb der 1.600- bis 1.900-Watt-Klasse.
Akkuvarianten und Wechselakku im Alltag
Im HENNTECH-Test stand eine Ausführung mit Wechselakku. Die Auswahl zwischen fest eingebautem Akku und Wechselakku ist eine Kernstärke des ePF-2 Pro. Je nach Ausführung stehen 490, 612, 653 oder 816 Wattstunden zur Verfügung. Nicht jede Variante ist dauerhaft in jeder Konfiguration verfügbar; für die Kaufentscheidung sind deshalb der tägliche Weg, der Ladeort und das zusätzliche Gewicht wichtiger als die größte Zahl im Datenblatt.
| Fahrprofil | Sinnvolle Wahl | Warum? |
|---|---|---|
| Kurze tägliche Wege | kleinere Akkuvariante | günstiger und leichter; unnötige Reserven müssen nicht mitgetragen werden |
| Lange Pendelstrecken | größerer Akku | mehr Reserve und je nach Variante schnelleres 3-A-Ladegerät |
| Kein Ladeplatz am Scooter | Wechselakku | nur der 3,44 bis 3,89 kg schwere Akku muss zur Steckdose |
| Sehr lange Touren | Wechselakku plus Zweitakku | Akkuwechsel verlängert die mögliche Tagesstrecke ohne Ladepause |
Zum Entnehmen wird das seitliche Schloss geöffnet; die Verriegelung klappt hoch und der Akku lässt sich nach oben aus dem Trittbrett heben. Beim Einsetzen wird er zuerst hinten angesetzt und anschließend vorne auf den Kontakt gedrückt. Vier Dämpfer halten ihn während der Fahrt ruhig. Weil seine Oberseite zugleich Teil des Trittbretts ist, bekommt sie bei Nässe und Schmutz zwangsläufig etwas ab. Auch das tief sitzende Schloss sollte regelmäßig gereinigt werden.
Bremsen, Licht und App
Vorne verzögert eine gekapselte Trommelbremse, hinten die elektronische Motorbremse. Ein Hallsensor im Bremshebel mischt die Rekuperation abhängig vom Hebelweg bei. Dadurch setzt die E-Bremse nicht nur ein oder aus, sondern lässt sich abgestuft nutzen. Die Bremsprüfung erfolgte aus 22 km/h. Bei der Gefahrenbremsung blieb das Testfahrzeug stabil und spurtreu. Die Trommelbremse verlangt wenig Wartung; die elektrische Bremse eignet sich gut zum kontrollierten Zurollen.
- 80-Lux-Frontlicht mit breiter Ausleuchtung
- Rücklicht mit Bremslichtfunktion
- Blinker vorne und hinten mit deaktivierbarem Signalton
- elektronische Wegfahrsperre blockiert das Hinterrad
Die ePowerFun-App bündelt Fahrmodus, Zero Start, Stärke der Motorbremse, Displayhelligkeit, Wegfahrsperre und verfügbare Software-Updates. Kopplung und Verbindung funktionierten im Test tadellos. Das ist funktional sinnvoll, wirkt grafisch aber nüchterner als die Apps von Xiaomi oder Segway. Die elektronische Sperre erschwert das Wegschieben, ersetzt jedoch kein stabiles Schloss, weil der Scooter weiterhin getragen werden kann.

Klappmechanismus, Transport und Ersatzteile
Der Klappmechanismus wird über einen seitlichen Knopf entriegelt und ist zweistufig gesichert. Nach dem Einklappen rastet die Lenksäule automatisch am hinteren Schutzblech ein. Die Verbindung schloss am Testfahrzeug satt und ließ sich ebenso schnell wieder lösen. Die Lenkergriffe bleiben ausgeklappt und benötigen deshalb im Kofferraum oder Zug seitlich zusätzlichen Platz.
Mit laut Hersteller 22,2 bis 23,8 Kilogramm je nach Akku ist der ePF-2 Pro leichter als viele große Tourenscooter, aber kein Modell für mehrere Treppen täglich. Die Wechselakkuversion entschärft dieses Problem: Der Scooter kann am Abstellort bleiben, während nur der Akku geladen wird. ePowerFun bietet zentrale Verschleiß- und Ersatzteile einzeln an, darunter Reifen, Bremskomponenten, Elektronik und Akkus. Das verbessert die Reparierbarkeit über die Garantiezeit hinaus.
ePF-2 Pro oder VMAX VX2 Hub?
Der VMAX VX2 Hub ist der passendere Vergleich als ein deutlich größerer Langstrecken-Scooter. Beide sind leise, vollgefedert und für Stadt sowie Tour geeignet. Der ePF-2 Pro setzt auf niedrigeres Gewicht und die Option eines Wechselakkus; der VX2 Hub bietet mehr Leistungsreserve, ein moderneres TFT-Cockpit und eine zusätzliche mechanische Hinterradbremse.
| Merkmal | ePF-2 Pro | VMAX VX2 Hub |
|---|---|---|
| Peakleistung | 1.200 W | bis 1.900 W |
| Gewicht (Herstellerangabe) | 22,2–23,8 kg | 24,9–25,9 kg |
| Akku | fest oder entnehmbar | fest eingebaut |
| Zuladung | 120 kg | 130 kg |
| Bremsen | Trommelbremse plus E-Bremse | Trommel-, Scheiben- und E-Bremse |
| Cockpit | helles, schlichtes LCD | TFT mit Navigationshinweisen |
Meine Einordnung: Der ePF-2 Pro ist die flexiblere Wahl für Wohnung, Büro und gemischte Pendelwege. Der VX2 Hub passt besser, wenn mehr Bergleistung, höhere Zuladung und ein moderneres Cockpit wichtiger sind als Wechselakku und Gewicht.
Stärken und Schwächen
Stärken
- komfortable, einstellbare Vollfederung
- stabiles und zugleich agiles Fahrverhalten
- Wahl zwischen festem Akku und Wechselakku
- leiser Antrieb mit guter Alltagsleistung
- schlauchlose Reifen mit Pannenschutz-Gel
Schwächen
- nur 120 kg maximale Zuladung
- Display und App wirken technisch nüchtern
- keine zusätzliche mechanische Hinterradbremse
- Akkuschloss der Wechselakkuvarianten schmutzanfällig
- 3-A-Ladegerät nicht bei allen Varianten
Fazit: Für wen lohnt sich der ePF-2 Pro?
Der ePF-2 Pro passt besonders zu Pendlern, die einen komfortablen Scooter für Stadt, Radwege und gelegentliche Touren suchen. Die Wechselakkuversion ist ideal für Wohnungen ohne ebenerdigen Ladeplatz oder für Nutzer, die im Büro nachladen möchten. Auch Einsteiger profitieren vom ruhigen Geradeauslauf, der fein dosierbaren Gasannahme und dem berechenbaren Bremsverhalten.
Weniger passend ist er für Fahrer über 120 Kilogramm, sehr lange und steile Anstiege oder den Wunsch nach einem großen Navigationsdisplay. Für häufiges Tragen bleibt er handlicher als viele Tourenscooter, ist mit mehr als 22 Kilogramm aber weiterhin kein echtes ÖPNV-Leichtgewicht.
Der ePowerFun ePF-2 Pro verbessert den bekannten Allrounder an den richtigen Stellen. Die einstellbare Federung erhöht den Komfort, die Geometrie verbindet Agilität mit sicherem Geradeauslauf und der leise Motor bietet genug Kraft für typische Stadtanstiege. Besonders überzeugend bleibt die Wahl zwischen festem Akku und Wechselakku.
Die Schwächen bleiben überschaubar: Das Cockpit wirkt funktional statt modern, die Zuladung endet bei 120 Kilogramm und beim Bremskonzept fehlt eine zusätzliche mechanische Bremse am Hinterrad. Wer damit leben kann, erhält einen ausgewogenen Scooter für Arbeitsweg, Alltag und Wochenendtouren – ohne das Gewicht und den Preis eines großen Premium-Tourers.
Unterm Strich: Der ePF-2 Pro trifft den Alltag besser als viele stärkere, schwerere Konkurrenten. Seine stärksten Argumente sind Fahrkomfort, Wechselakkuoption und ein angenehm unaufgeregtes Fahrverhalten.
Preisliche Einordnung und Rabatt
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ePowerFun
Viel Leistung fürs Geld, Service vom Hersteller
Weitere unabhängige Messungen und Vergleiche findest du bei den E-Scooter-Tests und in der HENNTECH E-Scooter-Bestenliste. Technische Details zu den Akkuvarianten dokumentiert der Hersteller.
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