SoFlow SO ONE PRO 3 im Test: Dieser E-Scooter überrascht am Berg!

Überraschend stark am Berg und handlich genug für Treppen und Bahn: Der SoFlow SO ONE PRO 3 überzeugt im Test mit rund 38 Kilometern im Sportmodus. Für wen ist der E-Scooter die richtige Wahl?

Testvideo vom

Der SoFlow SO ONE PRO 3 überrascht im Test genau dort, wo ich es einem handlichen City-Scooter am wenigsten zutrauen würde: an richtig steilen Anstiegen. Sein Getriebeantrieb bringt eine Bergkraft auf die Straße, die kaum zum schlanken Auftritt passen will. Gleichzeitig bleibt er handlich genug für Treppen und die Mitnahme im Zug. Eine reizvolle Kombination für alle, die auf hügeligen Stadtstrecken kräftig vorankommen und ihren Scooter trotzdem unkompliziert mitnehmen möchten.

Für 599 Euro bietet der SoFlow einen kräftigen Antrieb, ein aufgeräumtes Design und smarte Funktionen wie Apple Find My. Eine Federung gehört nicht dazu. Damit stellt sich vor dem Kauf vor allem eine Frage: Passt dieser sportlich-direkte City-Scooter zu deinen Wegen?

Mein Kurzurteil: Der SO ONE PRO 3 ist für mich eine klare Empfehlung, wenn du einen handlichen E-Scooter mit kräftigem Antrieb für Stadt, Steigungen und die Kombination mit der Bahn suchst. Seine Bergleistung überrascht, das agile Fahrgefühl macht Spaß und Apple Find My bringt einen echten Alltagsnutzen. Am besten passt er auf überwiegend befestigte, ordentliche Wege. Für regelmäßige lange Kopfsteinpflasterpassagen würde ich ein gefedertes Modell vorziehen.

SoFlow SO ONE PRO 3 auf einer Betonmauer vor einer Wiese
Handliches City-Format mit überraschend viel Bergkraft: der SoFlow SO ONE PRO 3.

Antrieb: Die Bergkraft ist seine große Überraschung

Die Stärke des SO ONE PRO 3 liegt dort, wo viele City-Scooter Tempo verlieren. Auf meiner 16 Prozent steilen Parkhausrampe hält er rund 15 km/h. Selbst ein Stopp am Hang bringt ihn nicht aus dem Tritt: Das erneute Anfahren gelingt problemlos. Die aktivierbare Zero-Start-Funktion erlaubt das Losfahren ohne vorheriges Anschieben.

Noch eindrucksvoller sind die Ergebnisse in den „Hannoverschen Alpen“, meinen kurzen Steilpassagen mit mehr als 25 Prozent Steigung und schwierigem, unebenem Untergrund. Eigentlich das Revier großer Powerscooter mit Offroadreifen und Vollfederung. Der SoFlow hoppelt auf seinen Straßenreifen unerschrocken hinauf und hält an den steilsten Stellen noch 11 bis 12 km/h. Bei diesem Steigungstest stellt er für mich sogar einen deutlich massiger auftretenden ZT3 Pro in den Schatten.

Parkhaus · 16 % Steigung15 km/hRund 15 km/h auf der Rampe
Hannoversche Alpen · über 25 %11–12 km/hSteilste Passagen, schwieriger Untergrund

Für hügelige Stadtstrecken ist das eine überzeugende Reserve. Zum Geländescooter wird er dadurch allerdings nicht: Der Antrieb bewältigt hier Steigungen, für deren Untergrund dem Fahrwerk der Komfort fehlt. Diese Unterscheidung ist bei diesem Modell wichtiger als die reine Leistungsangabe.

SoFlow nennt ein 48-Volt-System mit 500 Watt Nennleistung, bis zu 1.200 Watt Spitze und maximal 45 Newtonmetern Drehmoment. Das Getriebe übersetzt die hohe Motordrehzahl in eine niedrigere Raddrehzahl mit mehr Drehmoment. Zusätzliche Leistung zaubert es nicht herbei; es erklärt aber, weshalb die Peak-Wattzahl allein die Bergstärke nur unzureichend beschreibt.

Hinterrad und Getriebemotor des SoFlow SO ONE PRO 3
Der Getriebemotor am Hinterrad prägt den Charakter: kräftiger Antritt, starke Steigleistung und ein deutlich hörbarer Klang.

Drehgas, Fahrmodi und Tempo

Der kräftige Charakter zeigt sich bereits beim Anfahren. Dieser Getriebemotor will nach vorn; wer den Drehgasgriff energisch öffnet und zu weit hinten steht, kann das Vorderrad leicht machen. Eine ausgewogene Position auf dem Trittbrett ist deshalb sinnvoll. Ich mag den bei E-Scootern eher ungewöhnlichen Drehgriff, auch wenn seine Dosierung etwas Übung braucht. Mit etwa acht km/h konnte ich noch gut enge Kreise fahren.

Die Fahrmodi helfen bei der Abstimmung: Comfort soll laut Hersteller sanfter beschleunigen, Sport stellt die volle Leistung bereit. Long Drive begrenzt das Tempo zugunsten der Reichweite auf 15 km/h; hinzu kommt eine Schiebehilfe bis sechs km/h. Gewechselt wird per Doppeldruck auf die Einschalttaste. Meine GPS-Messung ergab im Schnitt 21,4 km/h – nah an den vom Hersteller genannten 22 km/h und passend für zügige Stadtwege.

Das Display bleibt auch bei Sonne gut ablesbar. Was im Alltag fehlt, ist eine präzise Akku-Prozentanzeige: Die liefert erst die App. Gerade bei der Einschätzung der verbleibenden Reichweite hätte ich diese Information lieber direkt am Lenker.

Akustisch hat der Antrieb ebenfalls seinen eigenen Charakter. SoFlow will den Getriebeklang über die Generationen reduziert haben, deutlich hörbar bleibt er trotzdem. Ich habe mich schnell daran gewöhnt. Lautlos anschleichen ist allerdings nicht seine Disziplin. Die Originalaufnahmen im eingebetteten Video helfen dabei, den Klang für dich einzuordnen.

Fahrkomfort: agil auf Asphalt, straff auf Pflaster

Auf guten Wegen passt das direkte Fahrgefühl zum temperamentvollen Antrieb. Der SoFlow lenkt sportlich ein und lässt sich leicht durch enge Kurven führen. Im Hütchenparcours machen schnelle Richtungswechsel Spaß; bei voller Geschwindigkeit bleibt der Geradeauslauf ruhig, ohne nervöses Flattern. Der schmale Lenker unterstützt die Agilität. Ein breiterer vermittelt mir zwar noch mehr Sicherheit, unsicher fühle ich mich auf dem SO ONE PRO 3 aber nicht.

Mit meinen 1,80 Metern passt die Lenkerhöhe gut. Auf dem Trittbrett stehe ich mit Schuhgröße 45,5 versetzt bequem, nebeneinander wird es eng. Größeren Fahrern würde ich vor dem Kauf eine Stellprobe empfehlen: Das kompakte Format soll beim Tragen helfen, darf aber nicht die eigene Bewegungsfreiheit einschränken.

Die schlauchlosen Luftreifen im Format 10 × 2,5 Zoll geben mit ihrem Straßenprofil guten Halt in Asphaltkurven und nehmen kleineren Unebenheiten etwas Härte. Kurze Schotterabschnitte sind ebenfalls machbar. Auf grobem Kopfsteinpflaster erreichen die Reifen als einzige Dämpfung jedoch ihre Grenze: Stöße kommen deutlich an Händen und Füßen an.

Viel Bergkraft, ohne beim Transport zum Klotz zu werden.

Einzelne schlechte Abschnitte finde ich vertretbar; für tägliche längere Pflasterpassagen würde ich ein gefedertes Modell wählen. Die starre Konstruktion trägt zum direkten Fahrgefühl bei, macht raue Wege aber auch anstrengender.

Ich bin mit dem empfohlenen, nach Fahrergewicht gestaffelten Reifendruck gefahren. Innerhalb der zulässigen Werte für Fahrzeug und montierte Reifen bringt weniger Druck mehr Nachgiebigkeit; mehr Druck fährt sich härter, kann auf Asphalt aber den Rollwiderstand senken. Die konkreten Vorgaben stehen in der Bedienungsanleitung des SO ONE PRO 3.

Bremsen: unkompliziert und sicher im City-Alltag

Für den City-Alltag liefert das Bremssystem eine solide Leistung. Trommelbremse vorn und elektronische Motorbremse hinten werden unkompliziert über einen gemeinsamen Hebel bedient. Bei meiner Vollbremsung aus 22 km/h stand der Scooter auf glattem, trockenem Untergrund nach rund vier Metern – sicher und gut kontrollierbar.

Die gemeinsame Bedienung ist unkompliziert und insgesamt gut dosierbar. Für vorausschauendes Verzögern wünsche ich mir trotzdem einen separaten Hebel für die E-Bremse. Damit ließe sich etwa vor einer roten Ampel gezielt elektrisch bremsen, ohne die mechanischen Beläge zu beanspruchen. Hier bleibt nur ein vorsichtiger Zug am gemeinsamen Hebel, ohne die beiden Bremsen sauber voneinander trennen zu können.

Die Trommelbremse passt mit ihren geschützten Reibbelägen und dem geringen Wartungsbedarf zum City-Einsatz. Ihre Wärmeabfuhr ist allerdings begrenzter als die einer offenen Scheibenbremse; bei langem, starkem Bremsen kann die Wirkung deshalb nachlassen. Das ist eine grundsätzliche Grenze der Bauart, kein an diesem Scooter gemessener Bremskraftverlust. Lange Steilabfahrten in den echten Alpen gehören ohnehin nicht zum Einsatzprofil dieses Modells.

Reichweite: 38 Kilometer mit voller Leistung

Rund 38 Kilometer im Sportmodus bei 82 Kilogramm Fahrergewicht sind mein Praxisergebnis mit dem SO ONE PRO 3. Damit liegt er nah an SoFlows Angabe von bis zu 40 Kilometern für diesen Modus. Die stärker beworbenen 65 Kilometer beziehen sich dagegen auf Long Drive mit höchstens 15 km/h. Wer mit vollem Tempo pendeln möchte, sollte sich deshalb am Sport-Wert orientieren.

Das reicht für viele Stadtwege und überschaubare Pendelstrecken. Wie weit du tatsächlich kommst, hängt unter anderem von Fahrergewicht, Steigungen, Temperatur, Wind, Reifendruck und häufigem Beschleunigen ab. Für den Arbeitsweg gehört deshalb Reserve in die Planung – die 38 Kilometer sind ein Testwert, keine garantierte Tagesleistung.

Zum Pendelalltag passt der Akku besser als zu spontanen längeren Touren mit kurzer Ladepause. Das 1,5-Ampere-Netzteil benötigt rund sieben Stunden; SoFlow nennt sieben bis acht Stunden. Wer zwischen den Fahrten ausreichend Zeit zum Laden hat, kann damit planen. Für schnelles Nachladen zwischendurch hätte ich mir ein kräftigeres Ladegerät gewünscht.

Der Akku ist fest eingebaut. Das fällt bei einem noch gut tragbaren Scooter weniger ins Gewicht als bei einem schweren Tourer: Zur Steckdose kommt hier das ganze Fahrzeug. Ein Wechselakku wäre trotzdem bequemer, gerade wenn am Abstellplatz kein Strom liegt. Hinweise zum schonenden Umgang findest du in meinem Ratgeber zu Reichweite, Laden und Akkupflege.

Verarbeitung und Ausstattung: ein stimmiges Paket für 599 Euro

Optisch bleibt der SO ONE PRO 3 angenehm aufgeräumt. Übergänge an Rahmen und Gabel, Lack und Schweißnähte wirken ordentlich. Griffe, Schalter und Hebel passen zur Preisklasse; an Lenkung und Klappgelenk konnte ich kein Spiel feststellen. Auch das hintere Schutzblech macht einen soliden Eindruck. Für 599 Euro ist das ein stimmiges Paket, bei dem das Design sichtbar mitgedacht wurde.

Die geschützte Kabelführung ist beim Zusammenklappen sinnvoll, weil dort Leitungen nicht bei jeder Bewegung geknickt oder eingeklemmt werden sollten. Für Rahmen und Fahrzeug nennt SoFlow maximal 120 Kilogramm Zuladung, also Fahrer und Gepäck zusammen. Der angegebene Wasserschutz IPX5 steht für Schutz gegen Strahlwasser, nicht für das Untertauchen.

Ganz geräuschlos bleibt die Konstruktion abseits glatter Wege nicht. Während der Fahrt höre ich ein leichtes, noch vertretbares Klappern. Das weit heruntergezogene vordere Schutzblech vibriert zwar beim Klopftest, als Ursache lässt es sich aber nicht eindeutig festlegen.

Saubere Schweißnähte am Übergang zwischen Trittbrett und Lenksäule
Saubere Lackierung und ordentliche Schweißnähte: Die Verarbeitung passt zur Preisklasse.

Gut integriertes Frontlicht, fehlende Heckblinker

Das bündig integrierte Frontlicht gehört zu den schönsten Details und leuchtet den Fahrweg gut aus. Sein Neigungswinkel lässt sich allerdings nicht einstellen; eine separate Fernlichtfunktion konnte ich ebenfalls nicht feststellen. Hinten gibt es ein Rücklicht mit Bremslichtfunktion, Reflexstreifen an den Reifen ergänzen die seitliche Sichtbarkeit. Eine elektrische Hupe ist ebenfalls vorhanden.

Bei den Blinkern sehe ich noch Verbesserungspotenzial: Die Lenkerblinker können durch die Hände verdeckt werden, separate Heckblinker fehlen. Zusätzliche Blinker hinten wären deshalb eine sinnvolle Ergänzung. Das bleibt für mich ein klarer Kritikpunkt an einem ansonsten schön integrierten Lichtkonzept.

Bündig in die Lenksäule integrierter LED-Scheinwerfer
Das Frontlicht ist sauber integriert und leuchtet ausreichend aus. Sein Neigungswinkel lässt sich nicht einstellen.
Orange leuchtender Blinker am Ende des schwarzen Lenkergriffs
Die Blinker sitzen an den Lenkerenden. Hände können ihre Sichtbarkeit einschränken; zusätzliche Heckblinker gibt es nicht.

Alltag: gut zu tragen, mit nützlicher Ortung

Die Handlichkeit ist neben dem Antrieb das zweite große Kaufargument. Laut Produktseite wiegt der SoFlow 16 Kilogramm. Ausschlaggebend ist für mich die praktische Erfahrung: Er lässt sich einfach klappen, die hinten eingerastete Verbindung hält beim Tragen zuverlässig, und sowohl das Hochtragen einer Treppe als auch die Mitnahme im Zug haben sehr gut funktioniert. Der schmale Lenker braucht dabei wenig Platz. Für die Bahnmitnahme gelten die Regeln des jeweiligen Verkehrsunternehmens.

Auch beim Abstellen passt die Konstruktion zum Fahrzeug. Der Ständer ist ausreichend dimensioniert und bietet eine breite Standfläche, die auf etwas unebenem Boden hilft.

Find My, Wegfahrsperre und App

Den größten Nutzwert der smarten Ausstattung hat für mich Apple Find My. Die Ortung funktionierte im Test zuverlässig: Geräte im Find-My-Netzwerk können den Scooter über Bluetooth erkennen und seinen ungefähren Standort melden. Das hilft beim Wiederfinden, ist aber keine lückenlose GPS-Live-Verfolgung. Android Find Hub wird ebenfalls unterstützt; ausprobiert habe ich die Apple-Variante.

Apple-Find-My-Logo am Lenkerkopf, auf das ein Finger zeigt
Apple Find My habe ich selbst getestet. Die Ortung ist für mich die praktischste smarte Funktion.

Die elektronische Wegfahrsperre lässt sich über einen Button in der App oder die NFC-Funktion des Smartphones aktivieren und deaktivieren. Dazu kommt ein relativ lauter Alarm. Beides ergänzt ein Schloss sinnvoll, verhindert aber nicht, dass jemand das Fahrzeug wegträgt.

Die SoFlow-App verlangt eine Registrierung. Ihr einfaches Dashboard bündelt Fahrdaten und den Akkustand in Prozent – eine nützliche Ergänzung zur gröberen Anzeige am Fahrzeug. Über FlowMiles lassen sich beim Fahren Punkte für Prämien sammeln. Zum Testzeitpunkt befand sich das Dashboard im Umbau. Stellenweise wirkt die App noch unfertig. Die Verriegelung und die Fahrdaten sind bereits nützlich, insgesamt fehlt ihr aber noch etwas Feinschliff.

Die wichtigsten Daten und Testergebnisse

Antrieb laut Hersteller48 V, 500 W Nennleistung, bis 1.200 W Spitze, maximal 45 Nm; Getriebemotor
Akku laut Hersteller480 Wh / 10 Ah, fest eingebaut
Gewicht / Zuladung laut Produktseite16 kg / maximal 120 kg inklusive Gepäck
FahrwerkKeine Federung; 10 × 2,5 Zoll schlauchlose Luftreifen
GPS im HennTech-TestDurchschnittlich 21,4 km/h
Parkhausrampe, 16 %Rund 15 km/h
Hannoversche Alpen, über 25 %11–12 km/h an den steilsten Passagen; schwieriger Untergrund
Reichweite im TestRund 38 km, Sportmodus, 82 kg Fahrergewicht
Reichweite laut HerstellerBis 40 km in Sport / bis 65 km in Long Drive
Bremsweg im TestRund 4 m aus 22 km/h; glatter, trockener Untergrund
Laden1,5-A-Netzteil; rund 7 Stunden, Produktseite: 7–8 Stunden
Wasserschutz laut HerstellerIPX5
Preis zum Testzeitpunkt599 Euro; mit 5 % Rabatt rechnerisch 569,05 Euro
Eigene Fahrversuche und Herstellerdaten sind getrennt gekennzeichnet. Die Messwerte gelten für die jeweiligen Testbedingungen und sind keine garantierten Alltagswerte.

Alternativen: ePF-SKATE und weitere SoFlow-Modelle

SoFlow SO ONE PRO 3 oder ePowerFun ePF-SKATE?

Der ePowerFun ePF-SKATE ist ein naheliegender Vergleich: ähnlich leicht, ebenfalls bergstark und ohne Federung. Die Unterschiede stecken vor allem in Akku und Ausstattung.

MerkmalSoFlow
SO ONE PRO 3
ePowerFun
ePF-SKATE
Gewicht16 kg15,9 kg
Akku480 Wh432 Wh
Max. Zuladung120 kg110 kg
Reifen10 × 2,5 Zoll9 × 2 Zoll, mit Dichtgel
BlinkerAm LenkerAm Lenker und Heck
E-Bremse separat bedienbarNeinJa
LadezeitCa. 7–8 Std.Ca. 5 Std.
Technische Daten und Ladezeiten laut Herstellerangaben in den jeweiligen HennTech-Tests.

Meine Einordnung: Der SoFlow reizt mit kräftigem Getriebeantrieb, größerem Akku und Apple Find My. Der SKATE bietet dafür die vollständigere Blinkerausstattung und eine separat dosierbare E-Bremse. Beide passen gut zu Stadt und Bahn; für häufige schlechte Wege würde ich ein gefedertes Modell wählen.

Günstiger oder komfortabler: Alternativen von SoFlow

Für kurze, flache Wege kann der SO ONE LITE 2 die günstigere Wahl sein. Er kostet laut Hersteller 329 Euro und setzt auf weniger Motorleistung sowie einen kleineren Akku. Wenn du die Bergreserven des Pro 3 nicht brauchst, ist das ein sinnvoller Ansatz zum Sparen.

Für Touren und schlechte Wege würde ich innerhalb der Marke zum vollgefederten SO4 PRO MAX 2 mit Wechselakku schauen. Er gehört in eine andere Gewichtsklasse, setzt aber beim Komfort die passendere Priorität. Der entnehmbare Akku erleichtert außerdem die Wahl des Ladeorts. Mehr zum Grundkonzept der Baureihe findest du in meinem Test des Vorgängers SO4 Pro MAX.

Stärken und Schwächen im Überblick

Das spricht für den SO ONE PRO 3

  • Überraschende Bergkraft: souverän an beiden Teststeigungen – besonders interessant für hügelige Pendelstrecken.
  • Handlich im Alltag: einfach zu klappen, gut über Treppen zu tragen und im Zug mitzunehmen.
  • Fahrspaß auf Asphalt: kräftiger Antritt, agiles Handling und ruhiger Geradeauslauf.
  • Brauchbare Pendelreichweite: rund 38 Kilometer im Sportmodus bei 82 Kilogramm Fahrergewicht im Test.
  • Nützliche Ortung: Apple Find My funktionierte im Test zuverlässig und hilft beim Wiederfinden.
  • Stimmiges Gesamtpaket: ordentliche Verarbeitung, aufgeräumtes Design und gut integriertes Frontlicht für 599 Euro.

Was du vor dem Kauf einordnen solltest

  • Deine üblichen Wege zählen: Auf Asphalt passt das direkte Fahrgefühl gut; für häufiges grobes Pflaster fehlt Federungskomfort.
  • Ladezeit einplanen: Rund sieben Stunden und ein fest eingebauter Akku verlangen einen passenden Ladeplatz. Das handliche Fahrzeug lässt sich dafür noch gut zur Steckdose tragen.
  • Blinker mit Verbesserungspotenzial: Hände können die Lenkerblinker verdecken; zusätzliche Heckblinker fehlen.
  • Einige Komfortdetails bleiben einfach: Der Getriebemotor ist hörbar, auf unruhigem Untergrund klappert es leicht. Die E-Bremse hat keinen eigenen Hebel, die Akku-Prozentanzeige findest du nur in der App.

Fazit: meine Empfehlung für hügelige Stadtstrecken

Der SO ONE PRO 3 verbindet zwei Eigenschaften, die im Alltag viel wert sind: kräftigen Vortrieb und ein handliches Format. Seine Bergleistung hat mich überrascht, auf Asphalt macht das agile Fahrgefühl Spaß, und bei Treppen oder der Mitnahme im Zug bleibt er angenehm unkompliziert. Die im Test erreichten 38 Kilometer im Sportmodus und die funktionierende Find-My-Ortung runden das Paket sinnvoll ab.

Für mich passt er besonders gut zu dir, wenn du überwiegend ordentliche Stadtwege fährst, dabei Steigungen bewältigen musst und deinen Scooter regelmäßig mitnehmen möchtest. Die lange Ladezeit solltest du einplanen; bei den Blinkern hätte ich mir eine vollständigere Ausstattung gewünscht. Wer täglich über grobes Pflaster fährt, wird mit einem gefederten Modell glücklicher.

Für seinen vorgesehenen Einsatz ist der SoFlow für mich trotzdem eine klare Empfehlung: ein bergstarker, handlicher City-Scooter mit eigenem Charakter. Der schlanke Auftritt täuscht – am Berg hat er erstaunlich viel zu sagen.

SoFlow SO ONE PRO 3 kaufen: Preis und HennTech-Code

Der Preis beträgt zum Testzeitpunkt 599 Euro. Mit dem Code henntech erhältst du 5 Prozent Rabatt auf alle SoFlow-Modelle. Beim SO ONE PRO 3 ergibt das rechnerisch 569,05 Euro. Maßgeblich sind der aktuelle Shoppreis und die Gutscheinbedingungen im Warenkorb.

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Wie wichtig ist dir ein handliches Format – und würdest du dafür auf Federung verzichten? Schreib deine Meinung gern in die Kommentare.

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Henne

Ich bin Henne und bei HennTech dreht sich alles um E-Scooter, E-Bikes und das passende Zubehör. Ich probiere aus, wie sich die Fahrzeuge im Alltag schlagen und ob sie wirklich halten, was die Hersteller versprechen. Kommt mit!