Der ePowerFun ePF-SKATE Test zeigt einen leichten, kurzen und trotzdem kräftigen E-Scooter, der bewusst nicht auf Vollfederung und XXL-Akku, sondern auf echte Portabilität setzt. Mit 15,9 Kilogramm, 48-Volt-System und bis zu 1.200 Watt Peak richtet er sich an Pendler, Camper und alle, die ihren Scooter regelmäßig tragen oder im Auto verstauen.
Mein Urteil: Der ePF-SKATE ist für mich einer der spannendsten kompakten City-Scooter – stark motorisiert, sauber abgestimmt und sicher ausgestattet. Der Preis für 15,9 Kilogramm sind ein straffes Fahrgefühl, begrenzter Platz auf dem Trittbrett und nur durchschnittliche Reichweite.
Konzept und Verarbeitung
Der SKATE ist kein geschrumpfter Tourenscooter, sondern konsequent auf Stadt und Transport ausgelegt. Die Verpackung besteht überwiegend aus Karton, der Aufbau dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rahmen und Kabelmanagement wirkten im Test sauber, der doppelt gesicherte Faltmechanismus vertrauenerweckend. Das niedrige Deck sorgt für einen tiefen Schwerpunkt, ist für große Schuhe jedoch knapp. Fahrerinnen und Fahrer mit viel Körpergröße sollten deshalb unbedingt probesitzen beziehungsweise probefahren.
Fahrverhalten: agil statt weich
Die Kombination aus kurzen Abmessungen, tiefem Deck und 9-Zoll-Luftreifen macht den SKATE präzise und wendig, ohne den Geradeauslauf nervös werden zu lassen. Auf gutem Asphalt fährt er angenehm, Kopfsteinpflaster und harte Kanten gibt er mangels Federung deutlich an den Fahrer weiter. Positiv: Das Chassis blieb auch auf schlechterem Untergrund ruhig und klapperfrei.
Das GTI-Prinzip des ePF-SKATE
Klein, leicht, überraschend spritzig: Der SKATE investiert sein Gewicht in den Antrieb und die Sicherheitsausstattung statt in Federarme und einen XXL-Akku. Genau deshalb ist er kein abgespeckter Tourer, sondern ein eigenständiges Stadt-Konzept.
Technische Daten im Überblick
| Preis zum Testzeitpunkt | 499 € |
|---|---|
| Motor | Heckmotor, 48 V, bis 1.200 W Peak |
| Akku | 432 Wh, fest verbaut, 21700-Zellen |
| Hersteller-Reichweite | bis 45 km |
| Praxis-Einschätzung | etwa 30–35 km |
| Gewicht | 15,9 kg |
| Länge | ca. 1,07 m |
| Reifen | 9 Zoll Luftreifen |
| Federung | keine |
| Zuladung | bis 110 kg |
| Schutz | IP65 |
1.200 Watt Peak im kompakten Format
Der 48-Volt-Heckantrieb wird von einem fein regelnden Hobbywing-Controller gesteuert. Eco, Drive und Sport unterscheiden sich sinnvoll, die Höchstgeschwindigkeit liegt real bei den erlaubten rund 22 km/h. Eine 16-Prozent-Rampe meisterte der SKATE aus dem Stand. Selbst an einer extremen Steigung oberhalb von 25 Prozent kam er im oberen Abschnitt noch voran; auf dem besonders rauen unteren Teil war Schluss. Für einen 15,9-Kilo-Scooter ist das eine bemerkenswerte Leistung.
Display, Bedienung und neue App
Das kleine Display zeigt Geschwindigkeit, Fahrstufe, Licht und Akkubalken; im Stand erscheint zusätzlich der Prozentwert. Es bleibt auch bei Sonne ordentlich ablesbar. Ein USB-C-Anschluss kann ein Smartphone unterwegs versorgen, lädt aber eher langsam. In der neuen ePowerFun-App lassen sich Startmodus, Gasannahme und Bremscharakteristik anpassen, der Blinkerton deaktivieren und der Motor für kurze Stopps sperren.
Bremsen, Licht und Blinker
Vorn arbeitet eine Trommelbremse, hinten eine elektronische Rekuperationsbremse. Die E-Bremse besitzt eine eigene Bedienung und wird zusätzlich über einen Sensor am Bremshebel dosiert zugeschaltet. Im Bremstest aus 22 km/h lieferte die Kombination solide Werte. Für Sichtbarkeit sorgen 60-Lux-Frontlicht, Rück- und Bremslicht sowie insgesamt sechs Blinker: an beiden Lenkerenden nach vorn und hinten und zusätzlich am Heck.
Akku, Laden und Transport
Der 432-Wh-Akku ist fest im Trittbrett verbaut. Statt der beworbenen 45 Kilometer sind je nach Gewicht, Temperatur und Fahrweise eher etwa 30 bis 35 Kilometer realistisch. Das 2-Ampere-Netzteil braucht ungefähr fünf Stunden; die Ladebuchse unter dem Deck ist geschützt, aber etwas umständlich erreichbar. Seine Kernkompetenz bleibt der Transport: 15,9 Kilogramm und 1,07 Meter Länge sind alltagstauglich. Nur einklappbare Lenkergriffe fehlen für das perfekte Kofferraum-Paket.
Warum 15,9 Kilogramm im Alltag mehr zählen als XXL-Reichweite
Beim Datenblatt wirkt ein größerer Akku zunächst immer attraktiver. Im Alltag entscheidet aber oft die Frage, ob der Scooter tatsächlich mitgenommen wird. Genau hier spielt der SKATE seine Stärke aus: Ich konnte ihn ohne Verrenkungen über Treppen tragen, in einen normalen Kofferraum heben und auch auf engem Raum vernünftig abstellen. Ein vollgefederter Tourenscooter bietet mehr Komfort und Reichweite, wiegt dafür schnell zehn Kilogramm zusätzlich. Wer täglich nur fünf bis fünfzehn Kilometer fährt, profitiert von diesem Mehrgewicht kaum. Beim SKATE würde ich vor dem Kauf deshalb weniger auf die maximale Herstellerreichweite und stärker auf das eigene Streckenprofil schauen. Für kurze bis mittlere Pendelwege ist der 432-Wh-Akku ausreichend; für lange Wochenendtouren ist das Konzept schlicht nicht gedacht.
Das spricht dafür
- nur 15,9 kg und sehr kompakt
- kräftiger, fein dosierbarer 48-V-Antrieb
- sechs Blinker und gute Beleuchtung
- umfangreich konfigurierbare App
Das solltest du wissen
- keine Federung, nur 9-Zoll-Reifen
- knappes Trittbrett und niedriges Cockpit
- Griffe nicht einklappbar
- Akku fest verbaut
Für wen lohnt sich das Modell?
Ideal ist der ePF-SKATE für Stadtpendler, Camping, Kofferraum und kurze Wege mit Treppen. Er eignet sich auch für bergigere Städte, solange Komfort und Langstreckenreichweite nicht ganz oben stehen. Wer regelmäßig Kopfsteinpflaster fährt oder eine Vollfederung erwartet, ist mit einem größeren Modell besser bedient. Vor dem Kauf würde ich außerdem auf die Lenkerhöhe und den Platz für die Füße achten: Das kompakte Format ist der größte Vorteil des SKATE, kann bei sehr großen Fahrern aber zugleich die wichtigste Einschränkung sein. Eine kurze Probefahrt beantwortet diese Frage besser als jedes Datenblatt.
Weitere unabhängige Messungen und Vergleiche findest du bei den E-Scooter-Tests und in der HennTech E-Scooter-Bestenliste.
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Fazit zum ePowerFun ePF-SKATE Test
ePowerFun ePF-SKATE Test: Der ePF-SKATE ist für mich einer der spannendsten kompakten City-Scooter – stark motorisiert, sauber abgestimmt und sicher ausgestattet. Der Preis für 15,9 Kilogramm sind ein straffes Fahrgefühl, begrenzter Platz auf dem Trittbrett und nur durchschnittliche Reichweite.
Grundlage dieses Artikels sind der oben eingebettete HENNTECH-Videotest und das dazugehörige Transkript. Messwerte beziehen sich auf die im Video genannten Testbedingungen.
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