VMAX VX5 Pro Test: Leichter City-Scooter mit starker Bremse

Der VMAX VX5 Pro Test zeigt, wie gut der bezahlbare Einstieg in die Welt des Schweizer Herstellers gelingt. Der nur 17 Kilogramm leichte City-Scooter überrascht mit sauberer Verarbeitung, spritzigem Antritt und einem außergewöhnlich kurzen Bremsweg. Ganz ohne Kompromisse bleibt er jedoch nicht: Auf schlechten Wegen fehlt eine Federung, Display und App wirken nicht mehr ganz zeitgemäß.

VMAX VX5 Pro: die wichtigsten Daten

Motor400 Watt Dauerleistung, bis 800 Watt Spitze
Akku7,8 oder 10,4 Ah
Reichweite laut Herstellerbis 25 beziehungsweise 35 km
Reifen9 Zoll, schlauchlos
Gewicht17 kg
Zuladungbis 120 kg
BremsenTrommelbremse vorn, elektronische Motorbremse hinten
WasserschutzIPX6

VMAX bietet den VX5 Pro mit zwei Akkugrößen an. Die übrigen Leistungsdaten bleiben identisch. Für die größere 10,4-Ah-Version nennt der Hersteller bis zu 35 Kilometer Reichweite; das mitgelieferte 2-Ampere-Netzteil benötigt im Test rund fünf bis sechs Stunden für eine vollständige Ladung.

Du suchst mehr Reichweite oder Federung? In unserer E-Scooter-Bestenliste vergleichen wir den VX5 Pro mit stärkeren Tourenmodellen. Varianten und Verfügbarkeit findest du außerdem direkt auf der VMAX-Herstellerseite.

VMAX VX5 Pro in vollständiger Seitenansicht
Das schlanke Chassis und die weitgehend verdeckte Kabelfßhrung sorgen fßr einen aufgeräumten Auftritt.

Design und Verarbeitung: gĂźnstig, aber nicht billig

Das schmale Chassis, die weitgehend verdeckte Kabelführung und der mittig integrierte Bildschirm ergeben einen angenehm aufgeräumten Auftritt. Tasten und Lenker sitzen fest, die Schweißnähte wirken sauber und auch die seitlich abgestützten Schutzbleche hinterlassen einen soliden Eindruck. Im Karton steckt überwiegend Pappe statt Kunststoff – ein kleines Detail, das beim Auspacken positiv auffällt.

Die nachgiebig gelagerten Blinker sind gegen kleine Rempler geschßtzt, das tief heruntergezogene vordere Schutzblech hält einen guten Teil des Spritzwassers ab. Mit IPX6 ist der Scooter auch fßr kräftige Regenschauer gerßstet. Kritik verdient lediglich die fummelige Abdeckung der Ladebuchse. Sie funktioniert, fßhlt sich aber weniger robust an als der Rest des Fahrzeugs. Unterm Strich spart VMAX hier eher bei Komfort und Anzeige als bei der grundlegenden Verarbeitung.

Blinkertaster am Lenker des VMAX VX5 Pro
Die separate Blinkerwippe lässt sich während der Fahrt sicher ertasten.
Gashebel sowie Licht- und Einschalttaste am VMAX VX5 Pro
Gashebel sowie Licht- und Einschalttaste liegen griffnah am Lenker.

VMAX VX5 Pro Test: wendig in der Stadt

Mit 17 Kilogramm gehört der VMAX VX5 Pro zu den angenehm leichten Modellen seiner Klasse. Im Slalom lässt er sich präzise dirigieren, reagiert direkt und weicht Hindernissen ohne großen Körpereinsatz aus. Für Pendler ist genau das ein Vorteil: Der Scooter lässt sich im dichten Stadtverkehr leicht kontrollieren und bei Bedarf in Bus, Bahn oder Kofferraum tragen.

Bei 1,80 Meter Körpergröße passt die nicht höhenverstellbare Lenkerposition gut. Auch Schuhgröße 45 findet auf dem Trittbrett ausreichend Platz, weil vorn keine offen verlegten Kabel stören. Sehr große oder kleine Fahrer sollten die Ergonomie dennoch vor dem Kauf ausprobieren.

Neun-Zoll-Reifen statt Federung

Die schlauchlosen 9-Zoll-Luftreifen verbessern den Komfort gegenüber dem Vorgänger und bieten auf Asphalt sowie feinem Schotter sicheren Grip. Eine Federung ersetzen sie nicht. Auf grobem Kopfsteinpflaster gelangen harte Schläge über Trittbrett und Lenker bis zu Füßen und Handgelenken. Der VX5 Pro ist deshalb ein City-Scooter – kein verkappter Offroader.

Leicht, agil und auf Asphalt zu Hause: Genau dort spielt der VX5 Pro seine Stärken aus.

Motor und Steigung im VX5 Pro Test

Der Hinterradmotor arbeitet mit 36 Volt, leistet dauerhaft 400 Watt und erreicht in der Spitze 800 Watt. Trotz des Einstiegsanspruchs bleibt der typische VMAX-Charakter erhalten: Der Antritt wirkt lebendig, ohne schwer kontrollierbar zu werden. Auf der 15-Prozent-Teststeigung fällt die Geschwindigkeit mit einem 85 Kilogramm schweren Fahrer auf etwa 8 km/h. Aus dem Stand bewältigt der Scooter die Rampe mit rund 4 bis 5 km/h.

Praktisch ist der in der App aktivierbare Zero-Start. Damit fährt der Motor ohne vorheriges Anschieben an – besonders an einer Steigung angenehm. Auf ebener Strecke erreicht das Testfahrzeug die in Deutschland genutzte Toleranz und zeigt knapp über 22 km/h an. Wer regelmäßig sehr steile Anstiege bewältigt, findet in den größeren VMAX-Modellen allerdings deutlich mehr Reserven.

VMAX City-Scooter: Bremsen und Sicherheit

Vorn verzÜgert eine wartungsarme Trommelbremse, hinten eine elektronische Motorbremse mit Energierßckgewinnung. Die E-Bremse eignet sich zum sanften VerzÜgern vor Ampeln oder auf längeren Gefällestrecken. Bei einer Gefahrenbremsung arbeiten beide Systeme zusammen.

Das Ergebnis ist bemerkenswert: Aus Höchstgeschwindigkeit steht der VX5 Pro im Test nach 1,98 Metern. Für eine Trommelbremse ist das ein außergewöhnlich kurzer Wert und eines der stärksten Argumente für den Scooter. Der reine elektronische Bremsweg liegt dagegen bei etwa sieben bis acht Metern und ist nur zum vorausschauenden Verzögern gedacht.

Auch die ßbrige Sicherheitsausstattung ßberzeugt. Vorn und hinten sitzen gut sichtbare Blinker, das Rßcklicht besitzt eine helle Bremslichtfunktion und der 60-Lux-Scheinwerfer lässt sich im Neigungswinkel einstellen. Die Wippe fßr die Blinker ist während der Fahrt besser zu ertasten als viele weiche Drucktasten.

Hinterer Blinker, RĂźcklicht und Hinterrad des VMAX VX5 Pro
Am Heck kombiniert der VX5 Pro Blinker, RĂźcklicht mit Bremslichtfunktion und den Hinterradmotor.

Display, App und Transport

Das ältere VMAX-Display zeigt Geschwindigkeit, Kilometerstand, Fahrtrichtungsanzeige und den Akkustand als Balken. Es spiegelt etwas und bietet weder eine Prozentanzeige noch detaillierte Leistungswerte. Einen Teil der Informationen liefert die App. Dort lässt sich auch eine elektronische Wegfahrsperre aktivieren.

Zentrales Display des VMAX VX5 Pro
Das zentral integrierte Display zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Fahrmodus und Blinkerstatus.

Die App bleibt zugleich ein Kritikpunkt: Im Test fehlte ein wirksamer Passwortschutz gegen unbefugte Verbindungen. Bei einem smarten Fahrzeug sollte diese Absicherung selbstverständlich sein. Mechanisch klappt der zweistufige Faltmechanismus dagegen unkompliziert. Der Lenker rastet am hinteren Kotflßgel ein, die Lenkerenden lassen sich jedoch nicht zusätzlich einklappen.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • nur 17 kg und sehr wendig
  • saubere Verarbeitung
  • außergewĂśhnlich kurzer Bremsweg
  • Blinker vorn und hinten
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Schwächen

  • keine Federung
  • älteres, spiegelndes Display
  • App ohne Ăźberzeugenden Zugriffsschutz
  • fummelige Ladebuchsenabdeckung
  • Lenker nicht hĂśhenverstellbar

Fazit: FĂźr wen lohnt sich der VMAX VX5 Pro?

Der VMAX VX5 Pro Test endet mit einem klaren Urteil: Dieser Pendler-Scooter ßberzeugt auf Asphalt, Radwegen und der erweiterten letzten Meile. Er kombiniert ein niedriges Gewicht mit lebendigem Fahrverhalten, hoher Verarbeitungsqualität und einem Sicherheitspaket, das in dieser Preisklasse ungewÜhnlich vollständig ausfällt. Der gemessene Bremsweg von 1,98 Metern sticht besonders hervor.

Wer maximalen Federungskomfort, ein modernes Farbdisplay oder sehr große Reichweiten sucht, sollte sich bei den schwereren Modellen des Herstellers umsehen. Für Stadtfahrer, die ihren Scooter regelmäßig tragen und Qualität höher gewichten als Offroad-Ambitionen, trifft der VX5 Pro dagegen einen attraktiven Mittelweg.

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